#27: Besser singen lernen mit einem positiven Mind-Set

Besser Singen lernen durch ein positives Mind-Set

In diesem Blogartikel möchte ich mit dir ein sehr wichtiges Thema teilen, was noch viel zu wenig Beachtung bekommt, aber essentiell ist für deinen gesanglichen Entwicklungsweg: welchen Einfluss deine Gedanken auf deine gesangliche Entwicklung haben.

Du erfährst, wie sich dein Unterbewusstsein auf dein gesangliches Vorankommen auswirkt und warum es gerade für singende Menschen so wichtig ist, ein positives Mind-Set zu entwickeln, um das volle Potenzial der Stimme zu entfalten.

Um das Thema zu verdeutlichen benutze ich immer gerne das Bild eines Eisberges: 

Was haben Eisberge und dein Singen gemeinsam? 

Eisberge sind nur mit 10% ihres Volumens auf der Wasseroberfläche sichtbar. Die restlichen 90% sind unter Wasser verborgen. 

Wenn wir nun dieses Phänomen auf unser Dasein als Sänger*innen übertragen, wären die 10% unsere hörbare Stimme, also das was im Außen ankommt. 

Und 90% wären unsere innere Welt, all das was in unserem Inneren vor sich geht: unsere unbewussten Gedanken, Glaubenssätze, Geschichten die wir uns erzählen, also bis in neuronale Netzwerke gespeicherte Informationen, unser Unterbewusstsein. 

Dein Gesang wird maßgeblich von deiner inneren Welt mitgesteuert, im Positiven wie im Negativen. 

Auf dem Weg zum vollen Potential deiner Stimme geht es deshalb auch immer um die innere Arbeit deine Glaubenssätze aufzuspüren, wie ein Detektiv und sie, ohne dich zu bewerten, anzuschauen um sie dir bewusst zu machen. 

Es geht im ersten Schritt darum, dass du ein Verständnis und eine Klarheit entwickelst wo du gerade stehst. 

Wo befindest du dich gerade auf deinem stimmlichen Weg, was glaubst du über deine Stimme und deinen Gesang, was für Gedanken, Überzeugungen und Gefühle hast du bezüglich deiner Stimme, deines Gesangs und auch über dich? 

Mach dir einen ehrlichen Überblick. 

Es ist wichtig, dass du dich dabei nicht bewertest, sondern es einfach erforschst und liebevoll mit Mitgefühl betrachtest. 

Denn oftmals ist uns gar nicht bewusst, was da im Inneren für Gedanken und Überzeugungen ablaufen, die uns unterstützen und empowern aber auch begrenzen und blockieren. 

Das Thema Mind-Set ist seit einigen Jahren in aller Munde und durch die Gehirnforschung wissen wir, wie jahrelange Gedanken- und Glaubenssätze sich sogar als Synapsen manifestieren können. 

Je öfter sich die Gedankenkreisläufe wiederholen, umso stärker sind diese Synapsen aktiv und bestimmen de facto unser Leben. 

Der folgende Spruch aus dem Talmud ist also aus neuronaler Sicht, absolut wahr: 

Achte auf deine Gedanken 
denn sie werden deine Worte. 
Achte auf deine Worte, 
denn sie werden deine Taten. 
Achte auf deine Taten, 
denn sie werden deine Gewohnheiten. 
Achte auf deine Gewohnheiten, 
denn sie werden dein Charakter. 
Achte auf deinen Charakter, 
denn er wird dein Schicksal. 

Vielleicht könnte man noch ergänzen: 

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Gefühlen und bestimmen deine Taten... 

Ich selber habe mich jahrelang unbewusst mit negativen Gedanken und Überzeugungen blockiert und dadurch vor allem während meiner Gesangsausbildung zeitweise die Freude am Singen verloren. 

Durch den Leistungsdruck wurde mein innerer Kritiker wohl besonders aktiv und ich dachte Sätze wie "Du bist nicht gut genug, alle sind viel weiter", "Du lernst das nie" etc. 

Das hat mir die Freude auf dem WEG zu meiner Stimme wirklich vermiest. 

Ich sehe es heute auch bei meinen Schülerinnen: diejenigen, die ein positives und neugieriges, liebevolles Mind-Set haben, kommen viel schneller voran, als diejenigen, die überkritisch mit sich sind. 

Leider gibt es in unserem Inneren keinen Schalter, der unsere negativen Überzeugungen einfach abschalten kann und den inneren Kritiker zum Schweigen bringt. 

Aber wir können daran arbeiten, unser Denken umzuprogrammieren und neue, positive uns stärkende Glaubenssätze zu entwickeln. 

Leider geht das nicht von heute auf morgen, wir müssen täglich achtsam sein und eine Art Gedankenhygiene betreiben, indem wir unsere Gedanken beobachten und erkennen, was unser innerer Kritiker da so alles vor sich her  schwafelt... 

Dazu ein Tipp: Benutze die STOPP- Technik: Die Stop Technik hilft dir, sobald du dich wieder dabei beobachtest einen negativen und begrenzenden Gedanken zu denken, innerlich Stop zu sagen. Und ihn im zweiten Schritt mit einem positiven Gedanken zu ersetzen! 

Das Thema Mind-Set ist nicht nur Teil meines Sing & Shine Online-Kurses, sondern auch von etwas Neuem, was ich entwickelt habe: Ein Journal für Gesangsbegeisterte.

Aber was ist ein Journal eigentlich und wie kann es dich unterstützen? 

Journaling ist ein neuer Begriff für eine Art Tagebuchführen mit bestimmtem Fokus. Es hilft dir dabei, Prioritäten zu setzen, die eigenen Gedanken zu organisieren und weg vom Chaos hin zu mehr Klarheit und Achtsamkeit zu gelangen. 

Du lenkst die gesamte Aufmerksamkeit deiner linken Gehirnhälfte auf den Prozess des Schreibens und hältst damit den analytischen Teil deines Hirns beschäftigt. So hat die intuitive, kreative linke Seite freie Bahn und du kannst deine Gedanken und Gefühle ganz frei in Worte fassen. Vielen fällt es so deutlich leichter, Erlebtes zu reflektieren. 

Die vorgefertigten Felder im undatierten Kalenderteil dieses Journals sind darauf ausgelegt, dich auf dem WEG deine Stimme zu finden zu begleiten, und dich beim Kultivieren eines wertschätzenden Selbstbildes zu unterstützen. Was immens wichtig ist, um schneller und freudvoller voranzukommen. 

Aber nicht nur das, das Journal enthält einen ausführlichen Coachingteil, der dir hilft, zu erkennen, wo du stimmlich gerade stehst, deine gesangliche Vision zu finden und deine dich blockierenden Glaubenssätze aufzuspüren und neue, dich stärkende Glaubenssätze zu finden. 

Was das RAUM FÜR GESANG JOURNAL für dich bewegen kann: 

Dieses Journal begleitet dich auf der Reise, deine eigene Stimme zu finden und hält viele weitere Schätze für dich bereit: 

 ➳ Journaling bringt Ordnung in deine Gedanken und Gefühle. 

 ➳ Innere Klarheit über deine gesanglichen Herzenswünsche und die Erkenntnis, was du dafür tun willst. 

 ➳ Mit dem Journal übst du dich darin, dir immer wieder gute Gedanken zu machen. Und gute Gedanken machen gute Gefühle. 

 ➳ Du kultivierst eine liebevolle und achtsame Beziehung mit deiner Stimme. 

 ➳ Dein Lernprozess gewinnt mehr Struktur und du reflektierst deinen Lernprozess 

 ➳ Zahlreiche Psychologen setzen auf das Journaling und das schon seit den frühen 1960er Jahren. In Expertenkreisen wird es sogar als eine mögliche Form des Selbstcoachings gehandelt. 

 ➳ Beim Journaling entwickelst du mehr Selbstliebe und Achtsamkeit für dich und deine Stimme, dein Selbstbewusstsein wächst.

 

Erhalte HIER mehr Informationen und einen Einblick in das Journal.

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