Meine Geschichte

 

Von Klein auf habe ich schon immer gerne Musik gehört und auch gesungen. Ob Zuhause, im Kindergarten oder in der Schule, ich liebte es. Da ich auf die Freie Waldorfschule Kassel ging, gab es den musischen Schwerpunkt, ich lernte Geige und war im Chor und Orchester. Später trat ich auch in den Jugendchor ein.

Im Chor entwickelte sich meine Stimme von selber durchs Singen und ich bekam sogar Soli angeboten. Es war ein wunderbares Gefühl mit Orchester oder Chor  eingebettet alleine zu singen, an Aufregung oder Lampenfieber kann ich mich nicht erinnern, ich hab's einfach gemacht ohne Nachzudenken.

Irgendwann wurde mir dann empfohlen, mal klassischen Gesangsunterricht zu nehmen. Ich hatte eine Stunde bei einer älteren, strengen Dame und machte allerlei seltsame Übungen in denen sich meine Stimme so gar nicht natürlich und nach mir anhörte. Ich ging nie wieder hin, denn ich wollte keine Opernstimme, mir persönlich war dieses Klangideal irgendwie zu künstlich, obwohl ich sehr gerne Maria Callas hörte..aber ich selber suchte nach etwas anderem.

Im Abitur gründete eine Freundin eine Keltische Band und fragte mich, ob ich die Sängerin sein möchte. Gesagt, Getan. Wir hatten zwei Konzerte, einmal in der Anthroposophischen Christengemeinschaft und auf unserem Abi-Ball. Durch die Keltische Musik entdeckte ich die Kanadische Sängerin Loreena McKennith, welche fortan eine meiner Lieblingssängerinnen wurde.

Mir fiel bei ihrer Stimme auf, dass Sie einerseits sehr hell und hoch singen konnte mit etwas klassischer Attitüde, aber auch tief, kraftvoll und dunkel, dann wieder metallischer und ganz anders im Klang...ich fragte mich, wie auch ich das schaffen könnte, denn bis dato sang ich immer "nur" in Kopfstimme, hell und hoch.

Kennst Du dieses Gefühl, wenn Du spürst dass da noch mehr in Dir steckt aber du weißt nicht wie Du den Zugang dazu findest?

Erst als ich dann Gesangsuntericht für Pop nahm und dann auch ein Gesangsstudium für Jazz/Pop begann, entdeckte ich durch die Technischen Übungen die volle Bandbreite meiner stimmlichen Fähigkeiten, nämlich neben der klaren, hellen Kopfstimme auch tiefer, dunkler zu singen und eben je nach Stilistik die Stimme einsetzen zu können. Plötzlich verstand ich den Sinn und das Potential, dass in der Anwendung von Gesangstechnik liegt: sich stimmlich in allen Farben, Facetten  und Formen ausdrücken zu können.

Und obwohl ich meine stimmlichen und klanglichen Fähigkeiten so sehr erweiterte, war ich innerlich irgendwie unsicher und verloren. Plötzlich war Singen nicht mehr einfach nur Freude und Leichtigkeit, sondern war immer auch von Leistungsdruck bestimmt und sich Vergleichen mit anderen Sängerinnen meines Jahrgangs. Es war aber auch eine Zeit des Ausprobierens ganz vieler Stile, verschiedener Musik von Chanson, Pop, Jazz, Latin...ich fand mich im Jazz ein, da mir dort besonders die Freiheit des Improvisierens gefiel.

Und dennoch kam ich auch innerhalb der Ausbildung in eine innere Krise, weil ich in dem Leistungsdruck den Kontakt zu meinem Herzen verlor. Ich musste dann ein halbes Jahr aussetzen, weil ich einen Virusinfekt verschleppt hatte, der mich komplett ausgeknockt hat. So stelle ich mir Burnout vor...In der Zeit fand ich eine stärkere Verbindung zum Glauben und beschäftigte mich auch mit Persönlichkeitsentwicklung und Gestalttherapie, also meiner inneren Welt und inneren Kraftquellen. Zum Ende meiner Ausbildung hatte ich dann wieder den Kontakt zu meinem Herzen gefunden und diesen auch im Gesang wieder herstellen können und schloss die Gesangsprüfung mühelos und ohne Druck sehr gut ab.

Ich bin dann einem inneren stimmlichen Ruf gefolgt und habe mich am Konservatorium für Türkische Musik in Berlin in Türkischem Kunstgesang weitergebildet, denn schon während der Ausbildung habe ich immer mal türkische Lieder gesungen und bemerkt, das mich diese Musik besonders anspricht...Mein Meister Nuri Karademirli war unglaublich talentiert im Lehren, aber auch streng und fordernd. Ich habe sehr viel bei ihm gelernt, dennoch war es wieder Leistungsdruck der die ganze Zeit mitschwang und ich dachte immer ich sei nicht gut genug. Ich bemerkte, dass der Weg  türkische klassische Sängerin zu werden auch nicht mein Ziel war, sondern in mir wuchs der Wunsch eigene Lieder und Musik zu erschaffen, auf Türkisch. Eine Vision war geboren.

Ich musste noch einiges an inneren Hürden überwinden, um meiner inneren Stimme mutig und kraftvoll folgen zu können und mein eigenes Projekt zu entwickeln und damit sichtbar zu werden. Dabei halfen mir viele Übungen, Tools und Herausgehensweisen in meiner Coredynamik-Coaching-Ausbildung.  In Soulvoice Seminaren lernte ich in den ungefilterten stimmlichen kraftvollen Ausdruck zu kommen und einfach aus vollem Herzen zu Tönen und im Klang zu Baden...

Ich werde oft gefragt, was die beste Gesangstechnik/Methode etc. ist.

Auf meinem stimmlichen Weg habe ich viele Ansätze, Methoden und Techniken kennengelernt und erlernt. Besonders inspiriert hat mich Justin Stoney vom New York Vocalcoaching Institute wo ich mich in Gesangstechnik fortbilden ließ. Und dennoch, neben einer wirklich effektiven, nachhaltigen und sehr guten Gesangstechnik ist es mir steht's ein Anliegen, mich nicht nur rein auf die Gesangstechnik zu fokussieren, sondern immer auch die Persönlichkeit der Schülerin im Blick zu haben und einen ganzheitlichen, körperlichen aber auch inneren Persönlichkeits-entwickelnden Prozess zu unterstützen.
Ich gehe daher ganzheitlich und individuell auf meine Schülerinnen ein und lasse auch mein Wissen aus der Persönlichkeitsentwicklung einfließen, meine geschärfte Intuition ist mir dabei eine große Hilfe.

Denn stimmliche Entwicklung geht mit persönlicher Entwicklung Hand in Hand. Diesen Potentialentfaltungsprozess meiner Schülerinnen zu begleiten so dass dieser voller Freude  und Leichtigkeit geht, ist meine Passion und MIssion! 

Ich würde mich sehr freuen Teil deiner stimmlichen Reise zu sein und Dir zu helfen, dein stimmliches Potential zu entfalten!

 

Schreib mir gerne, was gerade deine stimmlichen Herausforderungen sind oder was Du für Fragen hast an raum-fuer-gesang@gmx.de

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