#4: Wie wärme ich meine Stimme auf? - 5 Warm-Up Tipps 

#4: Wie wärme ich meine Stimme auf? - 5 Warm-Up Tipps

Im heutigen BLOG-Artikel erfährst Du, warum ein Warm-Up für Deine Stimme so wichtig ist und was es beinhaltet. Ich werde Dir 5 Warm-Up Tips geben und Dir Fehler aufzeigen, die es zu vermeiden gilt. Im heutigen Mitmach-Podcast lade ich Dich ein, ein kurzes Warm-Up mit mir gemeinsam durchzuführen, Du findest ihn unter diesem Artikel und kannst direkt mitmachen!

Was ist mit Vocal Warm-Up gemeint?

Das Ziel eines Vocal Warm-Up ist immer, dass Dein Körper, Deine Stimme und Du selber vorbereitet werden auf das anschließende Gesangsübungsprogramm. Auch wenn Du keine Gesangsübungen machst, ist es immer sinnvoll, die Stimme vor dem Singen aufzuwärmen.
Deine Stimme entsteht aus einem Zusammenspiel verschiedenster Muskelgruppen und genau wie man sich vor sportlicher Betätigung aufwärmt um Verletzungen zu vermeiden, wollen wir den Körper und unsere Stimmlippen (welche auch Muskeln sind) aufwärmen. Wir wollen die Durchblutung in den beteiligten Muskeln anregen, damit sich das volle Potential Deiner Stimme zeigen kann, aber auch in die richtige "Stimmung" kommen. Ein Vocal Warm-Up von max. 10min ist dabei ideal. 

 

1. Dein Körper Dein Instrument

Zum Singen brauchen wir einen belebten, wachen, locker und freudvoll aufgerichteten Körper. Zuwenig Spannung durch Müdigkeit oder Trägheit oder zuviel Spannung durch Stress, Anspannung und "Aufgekratzt sein" wollen wir beides vermeiden. Daher sind ein paar Dehnungen, Pilates-Stretches, Yogaübungen oder QuiGong Übungen wunderbar geeignet um in den Körper zu kommen. Du kannst auch Deine Lieblingsmusik auflegen und Dich geschmeidig etwas wach tanzen. Dehnen, Strecken und Recken ist auch wunderbar geeignet. Eine beliebte Übung ist dabei die Vorstellung, wie Du Äpfel pflückst, die hoch über Dir am Baum hängen. Den Körper wippend ausschütteln hilft Spannung abzubauen und Lockerheit herzustellen.

2. Den guten Stand aufbauen

Es gibt ihn, den idealen Stand zum Singen, der die Basis all Deiner weiteren effektiven Stimmarbeit bildet. Wir bauen ihn von den Füßen ausgehend auf: Verbinde Deine Füße bewusst mit Deinem Untergrund, erde Dich und stelle Dir vor, wie Du Wurzeln schlägst. Während die Füße uns Stabilität und festen Stand geben, dürfen unsere Knie durchlässig, flexibel und locker sein um den Oberkörper in der Aufrichtung zu unterstützen. Das Becken ist neutral mittig, achte darauf, dass kein Hohlkreuz entsteht. Den Bauch lässt Du entspannt hängen, Dein Solarplexus ist geöffnet und weich, der Brustkorb gehoben. Die Vorstellung eines unsichtbaren Fadens an Deinem Scheitel, an dem Du wie eine Marionette aufgehängt bist, hilft Dir dabei, vollständig aufgerichtet zu sein. Achte darauf, dass die Schultern und der Hals entspannt sind. 

3. Den Atem in Fluss bringen

Mit einem Ausatmer auf ffff kannst Du all Deine Luft herausströmen lassen, kurz in dem Zustand inne halten und dann wieder loslassen, so dass die Luft ganz von alleine wieder tief in Dich einströmt. Achte dabei auf Deine Bauchmuskeln, die beim Ausatmen nach innen wandern und sich beim Einatmen komplett lösen. Kurze Impuls-Ausatmer auf F-S-Sch sind auch beliebte Übungen zum Üben der "Abspannfunktion" also des schnellen Loslassens der Bauchmuskulatur nach dem Ausatem-Impuls...Achte dabei darauf, dass Du nach jedem ausgeatmeten Impuls die angespannte Bauchmuskulatur möglichst direkt wieder entspannst und löst. Zum Schluss gähne gerne ein paar Mal genüsslich.

 

4. Die Stimme aufwecken

Summen auf mmm in entspannter Tonlage eignet sich zum Aufwecken der Stimme besonders gut. Stelle Dir dabei vor, dass in Deinem Mund eine große goldene Kugel liegt, Du also viel inneren Raum bildet. Nun kannst Du genüsslich auf mmmm Kaubewegungen machen (ohne dass sich die Zähne berühren), als wenn Du Dein Lieblingskaugummi kaust und dabei deinem Genuss mit hmmm Ausdruck verleihen...hoch und runter, immer in entspannter Tonlage, von leise zu lauter.

 

5. Sirenen in unterschiedlichster Form

Meine persönlichen Lieblingsaufwärmübungen sind Sirenen. Du beginnst z.B. mit nnn/ ng/ u/ /Lippenflattern/ Zungen R in entspannter Tonlage von oben nach unten mit Deiner Stimme wie eine Sirene zu gleiten. Dabei kannst Du Schritt für Schritt Deinen Tonumfang nach oben erweitern. Lippenflattern kann ich besonders empfehlen, denn dadurch wird nicht nur eine optimale Atemkontrolle geübt,  sondern auch die innere Kehlkopfmuskulatur gestärkt und Lockerheit erreicht. Manchmal klappt Lippenflattern bei Anfängern nicht direkt, aber aus Erfahrung kann ich sagen dass es mit etwas Übung schon jeder meiner Schülerinnen gelernt hat!

 

So und nun lade ich Dich ein, die vorgeschlagenen Übungen direkt mit mir zusammen auszuprobieren, schalte dazu einfach meinen Podcast ein! Schreib mir gerne Deine Fragen in die Kommentare oder berichte mir, wie es Dir gefallen hat. 

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2 Kommentare

  • Serap

    Serap Yildirim

    Liebe Canan, was für ein toller Artikel und vor allem Podcast! Hat sofort dazu animiert, keine Ausreden zu finden, aufzustehen und mitzumachen. Dies ist eine wunderbare Idee für zu Hause, um dranzubleiben und etwas wirkungsvolles für die Stimme zu tun. Ein riesengroßes Dankeschön dafür. Bin schon sehr gespannt darauf, was als nächstes kommt.

    Liebe Canan, was für ein toller Artikel und vor allem Podcast! Hat sofort dazu animiert, keine Ausreden zu finden, aufzustehen und mitzumachen. Dies ist eine wunderbare Idee für zu Hause, um dranzubleiben und etwas wirkungsvolles für die Stimme zu tun. Ein riesengroßes Dankeschön dafür. Bin schon sehr gespannt darauf, was als nächstes kommt.

  • RAUM FÜR GESANG - Die eigene Stimme finden

    RAUM FÜR GESANG - Die eigene Stimme finden

    Liebe Serap, wie schön, das freut mich zu hören! Danke Dir!

    Liebe Serap, wie schön, das freut mich zu hören! Danke Dir!

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